Mit AlphaGenome hatte Google DeepMind bereits vor einigen Monaten ein KI-Modell vorgestellt, das die Auswirkungen kleiner DNA-Veränderungen auf molekulare Prozesse vorhersagen kann. Nun liegt die wissenschaftliche Einordnung auf höchstem Niveau vor: Ende Januar 2026 veröffentlichte das AlphaGenome-Team um Ziga Avsec und Pushmeet Kohli die Ergebnisse in Nature. Der Fachartikel markiert einen klaren Fortschritt und macht erstmals transparent, was gegenüber früheren Ansätzen neu hinzugekommen ist.
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Auf der Suche nach einem alternativen Färbemittel für die Elektronenmikroskopie sind Forscher aus Graz (Österreich) auf eine haushaltsübliche Substanz gestoßen: Kaffee. Nicht als Wachmacher für den Forscher am Mikroskop, sondern als Ersatz für das gesundheitsschädliche Uranylacetat.
Herpesviren begleiten den Menschen seit Jahrtausenden, das wurde nun genomisch belegt. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Wien und der Universität Tartu hat erstmals vollständige Genome der humanen Beta-Herpesviren HHV-6A und HHV-6B aus über 2.000 Jahre alten menschlichen Überresten rekonstruiert. Die in Science Advances veröffentlichte Studie liefert damit den bislang ältesten direkten Nachweis dafür, dass diese Viren bereits seit der Eisenzeit mit dem Menschen koexistieren und sich teilweise sogar dauerhaft in dessen Erbgut integriert haben.
Bei Mäusen lindert der Verlust des Proteins Centaurin-α1 Alzheimer-Symptome. Außerdem reduziert er Plaques und Neuroinflammation und verbessert Lernen und Gedächtnis. Das berichteten Wissenschaftler des MPI in Florida in der ersten Dezemberwoche.
Die neue digitale Nanocarrier-Designplattform Bits2Bonds kombiniert Simulation und KI, um wirksame Polymere für den sicheren Transport von RNA-Therapeutika automatisiert, materialsparend und sicher zu entwickeln und Gen-Delivery-Systeme effizient zu optimieren.
Deutsche Wissenschaftler haben einen Faktor entdeckt, der die Differenzierung von Leberzellen aus Stammzellen steuert. Schalteten sie CDX2 mittels CRISPR-Cas9 aus, bildeten die Stammzellen weniger Darmzellen als bei der bisherigen Kultur von Leberorganoiden, die für Toxizitäts- und Funktionsscreenings verwendet werden.
Neue Forschungsergebnisse eines internationalen Teams um Züchtungsexperten am IPK Gatersleben zeigen, wie MKK3-Varianten die Korndormanz steuern und die Vorerntekeimung bei Gerste verhindern. Pangenomische Ansätze bieten Züchtern Werkzeuge für resilientere und ertragreiche Sorten unter Klimawandelbedingungen.
Forscher vom Universitätsklinikum Mainz haben entdeckt, dass B-Zellen bei Multipler Sklerose direkt Nervenzellen schädigen. In präklinischen Modellen und humanen Ko-Kulturen führt dies über Lymphotoxin-α zu nekroptotischen Signalwegen, was Depolarisation und Funktionsstillstand auslöst (Science Translational Medicine, doi: 10.1126/scitranslmed.adx2652). Diese neuronale Beeinträchtigung lässt sich durch Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren verhindern, was neue therapeutische Optionen aufzeigt.
Wissenschaftler um den Medizinnobelpreisträger Shimon Sakaguchi haben ein Verfahren vorgestellt, das entzündungsfördernde Immunzellen quantitativ in antigenspezifisch entzündungshemmende regulatorische T-Zellen verwandelt. Funktioniert das im Tier erprobte Verfahren zur Treg-Induktion auch im Menschen, wäre es ein Ansatz, Autoimmunkrankheiten und Transplantatabstoßung ohne Immunsuppressiva gezielt zu behandeln.
Forschende Ärzte des Universitätsklinikums Essen haben per konditionaler Deletion herausgefunden, durch welche Signalkette neutrophile Granulozyten die Krebsprognose verschlechtern. Ob der in Tumorexplantaten erfolgreiche Ansatz auch Patienten hilft, soll nun geprüft werden.


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University of Tartu Institute of Genomics Ancient DNA Laboratory
Max Planck Florida Institute for Neuroscience
LMU - Dept. Pharmazie
Leibnitz-Institut für Arbeitsforschung, Dortmund
Foto: Victor Hertz
Universitätsmedizin Mainz/AMsel e.V.
Keio University School of Medicine
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