Ein Konsortium aus Prime Vector Technologies, dem NMI und dem Fraunhofer IGB entwickelt einen intranasalen Impfstoff gegen das Humane Metapneumovirus (HMPV). Eine ORFV-Vektorplattform soll dabei mit einer mukoadhäsiven Formulierung kombiniert werden, um eine lokale Immunantwort direkt an der Nasenschleimhaut auszulösen.
Forscher des Leibniz-Instituts DSMZ (Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH) in Braunschweig haben die weltweit erste bekannte Zelllinie mit dem seltenen Fusionsgen KMT2A::SEPTIN6 charakterisiert. KOPM-88 soll damit ein Forschungsmodell für einen bislang schwer untersuchbaren Subtyp der akuten myeloischen Leukämie (AML) liefern. Die Verwendung der Zelllinie aus einem jungen Patienten ist geklärt, anders als im Fall der bekannten HeLa-Zellen, bei denen über den finanziellen Ausgleich noch immer gestritten wird.
Geschädigte Hirnregionen werden nach Verletzungen oder bestimmten Autoimmunerkrankungen von spezialisierten Gliazellen neu besiedelt, die damit zur Regeneration des verletzten Gehirns beitragen, zumindest im Mausmodell. Das zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern der Universität Zürich.
Forscher des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg haben einen bislang unbekannten Mechanismus der DNA-Reparatur in menschlichen Zellen entdeckt. Wie das Team berichtet, übernimmt der Golgi-Apparat – bislang vor allem als Sortier- und Transportzentrum der Zelle bekannt – eine aktive Rolle bei der Steuerung von Reparaturprozessen im Zellkern. Die Ergebnisse eröffnen neue Ansatzpunkte, um die DNA-Reparatur gezielt zu beeinflussen, etwa bei Krebs.
Ein neues Vorhersagemodell Künstlicher Intelligenz aus dem Berliner Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik hat den zellulären Kontext gelernt. Das neue Modell soll damit die reale Genaktivität genauer voraussagen können.
Eine aktuelle Publikation deutet darauf hin, dass Immunrezeptoren nicht nur Krankheitserreger erkennen, sondern auch aktiv an Reparatur- und Heilungsprozessen beteiligt sein können. Die Erkenntnisse der österreichischen Wissenschaftler könnten zu neuen Therapien bei Knochendefekten beitragen.
Speziell trainierte Spürhunde und massenspektrometrische Analysen, kombiniert mit Machine-Learning-Verfahren, erkennen Geruchssignaturen von Long COVID. Forscher aus Braunschweig und Hannover sehen darin einen vielversprechenden Ansatz für innovative Diagnoseverfahren.
Forscher der Technische Universität München haben nach eigenen Angaben einen stabilen, elektrisch steuerbaren DNA-Schalter entwickelt, der über mehr als 200.000 Schaltzyklen zuverlässig arbeitete und in weiteren Versuchen sogar rund eine Million Ansteuerungen ohne Ausfall überstand.
Eine der bislang größten Analysen zum Darmmikrobiom hat eine charakteristische Bakterien-Signatur von Darmkrebs identifiziert. Die Ergebnisse könnten langfristig die Früherkennung verbessern. Zudem deutet die Studie darauf hin, dass eine ballaststoffreiche Ernährung das krebsassoziierte Mikrobiom günstig beeinflussen könnte.
Essener Forscher nutzen ein körpereigenes Protein als Bauplan, um Gewebeschäden nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder Organtransplantation deutlich zu reduzieren. Grundlage ist ein körpereigenes Protein, dessen Funktionen umdesignt wurden, um den Signalweg in die Apoptose beziehungsweise Nekrose zu verhindern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachjournal Nature Communications.

Fraunhofer IGB
DSMZ/Nagel et al. (2026)
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Karolina Kuodyte/EMBL
Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik, Berlin
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Karolina Zacharias
Astrid Eckert/TUM
Daniela Velasco, EMBL
DZHK, LMU München, Prof. Dr. Alexander Bartelt