Ein internationales Forschungskonsortium hat das bislang umfassendste genetische Profil von Tumorerkrankungen bei Hauskatzen vorgelegt. Für die in Science veröffentlichte Studie „The oncogenome of the domestic cat“ analysierten die Wissenschaftler 493 Tumoren aus 13 Krebsarten – jeweils im Vergleich mit gesundem Gewebe derselben Tiere. Beteiligt war unter anderem die Veterinärmedizinische Universität Wien wie auch die Universität Bern, Schweiz.

Die Vielzahl von Verknüpfungen und Zusammenhängen der molekularen Ebenen von Krankheiten haben Forscher aus München und Kanada in ein Wissensdatennetz gepackt, das auch bisher unbekannten Beziehungen nachspürt.

Mit AlphaGenome hatte Google DeepMind bereits vor einigen Monaten ein KI-Modell vorgestellt, das die Auswirkungen kleiner DNA-Veränderungen auf molekulare Prozesse vorhersagen kann. Nun liegt die wissenschaftliche Einordnung auf höchstem Niveau vor: Ende Januar 2026 veröffentlichte das AlphaGenome-Team um Ziga Avsec und Pushmeet Kohli die Ergebnisse in Nature. Der Fachartikel markiert einen klaren Fortschritt und macht erstmals transparent, was gegenüber früheren Ansätzen neu hinzugekommen ist.

Auf der Suche nach einem alternativen Färbemittel für die Elektronenmikroskopie sind Forscher aus Graz (Österreich) auf eine haushaltsübliche Substanz gestoßen: Kaffee. Nicht als Wachmacher für den Forscher am Mikroskop, sondern als Ersatz für das gesundheitsschädliche Uranylacetat.

Herpesviren begleiten den Menschen seit Jahrtausenden, das wurde nun genomisch belegt. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Wien und der Universität Tartu hat erstmals vollständige Genome der humanen Beta-Herpesviren HHV-6A und HHV-6B aus über 2.000 Jahre alten menschlichen Überresten rekonstruiert. Die in Science Advances veröffentlichte Studie liefert damit den bislang ältesten direkten Nachweis dafür, dass diese Viren bereits seit der Eisenzeit mit dem Menschen koexistieren und sich teilweise sogar dauerhaft in dessen Erbgut integriert haben.

Bei Mäusen lindert der Verlust des Proteins Centaurin-α1 Alzheimer-Symptome. Außerdem reduziert er Plaques und Neuroinflammation und verbessert Lernen und Gedächtnis. Das berichteten Wissenschaftler des MPI in Florida in der ersten Dezemberwoche.

Die neue digitale Nanocarrier-Designplattform Bits2Bonds kombiniert Simulation und KI, um wirksame Polymere für den sicheren Transport von RNA-Therapeutika automatisiert, materialsparend und sicher zu entwickeln und Gen-Delivery-Systeme effizient zu optimieren.

Deutsche Wissenschaftler haben einen Faktor entdeckt, der die Differenzierung von Leberzellen aus Stammzellen steuert. Schalteten sie CDX2 mittels CRISPR-Cas9 aus, bildeten die Stammzellen weniger Darmzellen als bei der bisherigen Kultur von Leberorganoiden, die für Toxizitäts- und Funktionsscreenings verwendet werden.

Neue Forschungsergebnisse eines internationalen Teams um Züchtungsexperten am IPK Gatersleben zeigen, wie MKK3-Varianten die Korndormanz steuern und die Vorerntekeimung bei Gerste verhindern. Pangenomische Ansätze bieten Züchtern Werkzeuge für resilientere und ertragreiche Sorten unter Klimawandelbedingungen.

Forscher vom Universitätsklinikum Mainz haben entdeckt, dass B-Zellen bei Multipler Sklerose direkt Nervenzellen schädigen. In präklinischen Modellen und humanen Ko-Kulturen führt dies über Lymphotoxin-α zu nekroptotischen Signalwegen, was Depolarisation und Funktionsstillstand auslöst (Science Translational Medicine, doi: 10.1126/scitranslmed.adx2652). Diese neuronale Beeinträchtigung lässt sich durch Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren verhindern, was neue therapeutische Optionen aufzeigt.